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Was mich inspiriert, wenn das Leben gerade anders ist, als ich es mir wünsche

on Montag, 28 November 2016. Posted in Lebensdomizile weltweit - Blog

SonnenaufgangTaucht mit mir ein in meine ganz persönliche Geschichte und lasst Euch motivieren von der Energie und Willenskraft, die eigene Zukunft zu gestalten:

Ende und doch Beginn

Die Wintersonne scheint durchs Fenster und gibt den Blick frei auf Raureif und kahle Bäume. Die Kirchturmuhr der Kleinstadt schlägt neun Mal. Was sagte die gestrige  Zimmernachbarin noch vor drei Tagen? „Und jeden Morgen geht die Sonne auf!“ Sie hatte Recht behalten. Auch für mich geht an diesem Tag die Sonne wieder auf, wenngleich es die vergangenen Tage danach nicht aussah.

Es ist der 21. Dezember, also kurz vor Weihnachten, ich liege mit Verband im Krankenhausbett. Ja, ich habe nur noch ein wenig Schmerzen beim Aufstehen. Und ich habe plötzlich ganz viel Zeit. Zeit zum Nachdenken!

So schaue ich aus dem Fenster. Das Leben unten in der Stadt geht seinen Gang. Jeder ist in seinem persönlichen Hamsterrad unterwegs. Männer hasten zeitgleich durch die Fußgängerzone, um noch letzte Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben zu finden. Eine Taube pickt in der Dachrinne im Haus gegenüber. Die Grashalme nahe dem Hubschrauberlandeplatz scheinen die Sonnenstrahlen zu genießen. Ich hole meinen Kajalstift und den Lipgloss aus dem Krankenhaus-Nachttisch, ein wenig Farbe tut gut. Bedächtig tausche ich den Schlafanzug gegen eine bequeme Hose, einen Kuschelpulli und dicke Socken und kämme meine Haare sorgfältig. Denn krank mag ich auf keinen Fall aussehen. Die Hose schlabbert ein wenig. Zugegeben, in den letzten sechs Tagen kam das Essen aus dem Schlauch. Jetzt stehen immerhin schon Zwieback, Tee und stilles Mineralwasser am Bett.

Um elf kommt die Visite, der Chefarzt ist sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Heilungsprozess. Erwartungsvoll, lebendig und hungrig auf das Leben – MEIN Leben – sitze ich auf dem Bett. Man will kaum glauben, dass ich innerhalb der letzten sechs Tage gleich zwei OPs hinter mich gebracht habe und gerade dem Tod von der Schippe gesprungen bin. Denn die Chefarzt-Worte „Ich hätte keine Prognose abgeben wollen, wie es mit Ihnen am Montag aussieht“ sagt alles. Erst jetzt wird mir langsam bewusst, dass ich gerade eine zweite Chance bekomme. Alles hätte anders kommen können. Doch ich war wohl noch nicht dran!


Einen Tag vor Weihnachten steht die Entlassung an. Jedoch nur in Verbindung mit dem Versprechen, dass ich mich wirklich schone. „Wir wissen genau, dass Frauen und insbesondere Mütter sich zuhause sofort viel zu viel zumuten“ erläutert der Arzt nochmal eindringlich die Warnung. Keine Wäsche waschen, keine Putzaktionen im Haus, nichts Schweres heben! Eine Bauch-OP ist schließlich kein Spaziergang.


Ich bin Jetzt

Ende des Jahres „feiere“ ich nun Zehnjähriges. Mein ganz persönliches Fest. Ich habe viel verändert, für manch einen in meinem Umfeld sogar zu viel. Aber das muss mir egal sein. Denn ich habe es in all den Jahren nach und nach geschafft, mir also bewusst gemacht durch diesem recht unsanften Hinweis, wie wichtig es ist, mein Leben zu ändern, das Hamsterrad teilweise zu verlassen und mich, meine Wünsche und Bedürfnisse mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

Diese Ausstrahlung, die Zufriedenheit, Hürden genommen zu haben und das Glück, genauso heute zu leben, spüren Freunde, meine Gesprächspartner und Kunden und insbesondere mein Lebensgefährte, der – wie konnte es rückblickend anders sein - kurz nach der schweren Krankheit in mein (neues) Leben trat. Es sollte wohl so sein, das Leben hatte noch einiges auf der to-do-Liste für mich!

Fazit

Wenn es mir heute also mal schlecht geht, mein Leben unerwartet eine Richtung nimmt, die ich nicht geplant habe und die mir zudem nicht gefällt, dann erinnere ich mich an diesen Sonnenaufgang, an die Zeit danach und all die Wege, Erlebnisse und Herausforderungen die mich geprägt und somit zu der starken Frau gemacht haben, die ich jetzt bin!

https://startbusiness.petravonschenckconsulting.com/inspiration-wenn-das-leben-gerade-anders-ist-als-ich-mir-wuensche/

Petra von Schenck startete den Aufruf zur Blog- und Ideenparade, dem ich gerne gefolgt bin. Alle, die mich kennen wissen, es gab in meinem Leben schon oft Situationen, die weder so geplant noch von mir so gewünscht waren. Und doch, ich habe mich der Herausforderung gestellt und bin jedes Mal gestärkt herausgekommen. Ich bin meinen Weg gegangen! Daher möchte auch ich anderen Mut machen, optimistisch zu sein, zu kämpfen, nach Lösungen zu suchen und nach vorne zu blicken.

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