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Kunst, Kultur, Kontakte und Alltag

on Montag, 11 Februar 2019. Posted in Lebensdomizile weltweit - Blog

BlogPittiPlatschErfurtDie Wintersonne lugt um die Ecke des Nachbarhauses in mein Büro. Es wird angenehm warm, während ich hier Texte schreibe. Ich liebe diesen Ausblick aus dem Fenster auf die leicht im Wind schwankenden Bäume, den blauen Himmel und die von den Sonnenstrahlen glitzernde Gera. Schon recht bald nach dem Umzug habe ich meinen neuen Arbeitsplatz hier eingerichtet, den veralteten Desktop nebst Bildschirm weggeworfen, mein Laptop an den neuen Drucker angeschlossen und somit alles der „Mobilität“ angepasst. Kein festes W-LAN mehr, sondern ein transportabler kleiner Router mit SIM-Card und entsprechend hohem Datenvolumen sichert uns nun den Kontakt zum WorldWideWeb und damit zu unseren Lesern und zu meinen Kunden.

 

 

 

 




Wohnungsgeflüster

Ach, es ist schon spannend, sich neu einzugewöhnen, die Nachbarschaft und das neue Umfeld zu erkunden und so manche Begegnung ist wirklich sehr herzlich. Der Umstieg von 140 qm Haus mit Garten auf 89 qm Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ist natürlich eine Herausforderung, die wir zuerst beim Packen und dann wieder Auspacken und Einrichten erleben dürfen. Doch auch der Alltag hat seine Tücken und Lerneffekte. Gleich vorab: Ja, wir fühlen uns wohl in unserer Wahlheimat Erfurt und es war definitiv die richtige Entscheidung!

Doch eins nach dem anderen: Obwohl wir es schon immer geahnt haben, nun wissen wir es: Wir waren bisher wirklich verwöhnt, all die Jahre unseren Parkplatz reserviert direkt vor der Haustür zu haben. Denn nun ereilt uns das Schicksal, das wir mit vielen Stadtmenschen teilen: Wer nach 17 Uhr einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung findet, ist ein Glückspilz. Noch eine Runde um den Block! Oder lieber Einkäufe erst ausladen, während man in zweiter Reihe parkt?! Augenmaß hilft, ob dann die Lücke groß genug ist. Früher, also tagsüber losfahren, ist auch eine Option, schließlich sind wir flexibel mit unseren Arbeitszeiten. Selbst das Klingeln des Paketboten bringt uns mehr auf Trab als vorher. Jetzt heißt es raus aus der Wohnung, die Treppen bis zur Haustür runter, Paket in Empfang nehmen und dann wieder hoch. Bei unseren Buchsendungen vom Verlag geht das schon in die Arme und die Knie! Zugegeben, einige Nachbarn hier im Viertel bewältigen noch mehr Stockwerke – so gesehen haben wir noch Glück. Privilegiert sind wir durch diese innenstadtnahe Lage aber auch. Zu Fuß in kurzer Zeit mittenrein ins historische Flächendenkmal Altstadt, zum Shopping, zu Theatern, Domplatz und Restaurants, immer an der Gera entlang auf teils idyllischem Weg durch "Klein-Venedig" bis zur Krämerbrücke. Alles ohne nervige Parkplatzsuche, Parkgebühren oder der bei vielen Paaren anstehenden Frage: „Wer fährt heute Abend zurück?“ Die angrenzende nördliche Geraaue nebst Nordpark wird übrigens gerade aufgehübscht für die BUGA 2021.

Wenn der Tisch fliegen lernt

Der an beiden Standorten mit unterschiedlichen Umzugsunternehmen durchgeführte Umzug von der Deutschen Weinstraße nach Erfurt ging übrigens ohne Bruch und Wehklagen vonstatten. Mulmig wird es einem nur, wenn Möbel, Kisten und große Pflanzkübel per Lift nach oben zum Fenster schweben, um von dort innerhalb der Wohnung zu ihrem Bestimmungsort zu gelangen.

BlogSchwebetisch

Die notwendige und oftmals zeitaufwendige Ummeldung zum Neubürger Erfurts ging übrigens sowas von flott. Datum und Uhrzeit online ausgewählt, Nummer angefordert und erhalten, dann einfach zum vereinbarten Zeitfenster auf dem Bürgeramt erschienen. Die Nummer leuchtet pünktlich auf, nichts wie hin zur Sachbearbeiterin; nett, freundlich kompetent wird alles, inklusive Infoflyer und Einladung zum Neubürgerempfang mit Oberbürgermeister, erledigt. Nach weiteren zehn Minuten haben wir sogar noch unsere Autos umgemeldet. Danke dafür!

Kontakte und Netzwerken

Gesellig und neugierig, wie wir nunmal sind, hatte ich bereits Monate vor unserem Umzug gezielt Kontakte über Facebook zu unterschiedlichen und für uns interessanten Gruppen und Netzwerken aufgenommen. Und so konnten wir im Januar bereits die ersten interessanten Netzwerker und Gleichgesinnten kennenlernen. Wir freuen uns schon jetzt auf weitere Termine und den angeregten Austausch!

BlogVortragpowerfrauenErfurt 

Privat helfen uns verschiedene Veranstaltungskalender und Programmübersichten, die Stadt und ihr vielfältiges, kulturelles Angebot kennen und lieben zu lernen. Auch probieren wir bewusst unterschiedliche Restaurants, Bistros oder auch mal ein Weinlokal aus. Sehr angenehm ist es, dass oftmals Zeit für ein Schwätzchen bleibt oder wir bereits beim zweiten Mal in der gleichen Lokalität wiedererkannt und herzlich begrüßt werden. Das kennen wir weder von der Deutschen Weinstraße, noch aus Mainz und da sagt man doch, die Rheinland-Pfälzer wären so gesellige, offene Menschen!

Thüringer im Allgemeinen und im Speziellen

Der Thüringer (jetzt mal verallgemeinert, aber durchaus m/w) liebt seine gegrillte Thüringer Bratwurst mit Senf, sein Hackepeter-Brötchen, den Erfurter Domplatz zum Feiern (miterlebt haben wir bisher den Weihnachtsmarkt, das Martinsfest und Silvester) und über alle Maßen Pitti-Platsch. Der kleine Kobold, bekannt und beliebt durch das DDR Sandmännchen, hat seinen festen Platz im Herzen vieler Erfurter und auch ganz in der Nähe der berühmten Krämerbrücke. Als besagter Kobold jüngst seine Kapitänsmütze durch brachiale Gewalt eines Nachts verlor, war die Anteilnahme im Netz sensationell. Jemand spendete Pitti-Platsch eine Strickmütze, damit er nicht frieren müsse. Sogar ein Thüringer Radiosender berichtete Tage später darüber, dass „Pitti“, wie er liebevoll genannt wird, jetzt in der Klinik sei und gefühlt halb Erfurt atmete auf, als er sozusagen „gesund und munter“ wieder an seinem Platz saß. Im Stadtgebiet verteilt finden sich auch das Sandmännchen, Bernd das Brot, die Maus und der Elefant und viele weitere KIKA-Figuren. Es ist ein wunderbares und ehrliches Schauspiel, mit welcher Liebe, Freude und Hingabe Kinder diese Figuren in den Arm nehmen, mit ihnen sprechen und sich natürlich fotografieren lassen.

Ihr seht, es gibt noch viel zu erzählen, natürlich auch darüber, welche Reise- und Recherche-Ziele wir für 2019 geplant haben oder warum wir beispielsweise hier keinen Fernseher mehr haben. Doch das sind weitere Geschichten, die wunderbar zu unserem neuen, interessanten Lebensabschnitt passen! Wer ebenso Interesse an Veränderungen hin zu „Die neue Freiheit ab 50“ hat und uns stets aktuell „verfolgen“ möchte, schaut bitte auf www.facebook.com/Lebensdomizile vorbei.

Bis bald, euer LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Team

Petra und Martin

Domplatz

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